Berufsfeldmonitor Soziales
Dynamisches Beschäftigungswachstum wird erwartet
Bedingt durch die langfristig steigende Zahl von betreuungsbedürftigen
Menschen, sowohl in der Alten- und Kinderbetreuung als auch hinsichtlich
der Betreuung von KlientInnen in sozialen Problemlagen, zählt das Sozialwesen
zu einem der am stärksten expandierenden Bereiche. Für die Zukunft
prognostizieren ExpertInnen auch weiterhin eine erhöhte Nachfrage an
Fachkräften, die das breite Anforderungsspektrum des Berufsfeldes erfüllen.
Beeinflusst wird diese Entwicklung einerseits durch den demografischen
Wandel, andererseits auch durch den Kostendruck der öffentlichen Hand,
der ein Outsourcing sozialer Dienstleistungen an Organisationen im privaten
Bereich mit sich bringt.
Von der Altenbetreuung bis zur Bewährungshilfe
AbsolventInnen eines FH-Studiums im Sozialbereich bietet sich ein breites
Betätigungsfeld, das von der Pflege und Betreuung alter Menschen, Kindern
und Jugendlichen, Menschen mit Behinderung bis zur Sozialarbeit für KlientInnen
in sozialen und psychischen Problemlagen, wie Suchterkrankungen,
Armut, sozialpsychiatrische Erkrankungen, Arbeitslosigkeit, reicht. In der
SchuldnerInnenberatung und in der Integrationsarbeit, der Bewährungshilfe
und der sozialen Rehabilitation lässt sich ebenso ein wachsender Bedarf an
Fachkräften beobachten. Zu erwarten ist auch eine verstärkte Nachfrage
nach qualifizierten Personen für die mobile Betreuung.
Gefragt: hoch qualifizierte Fachkräfte
Das Sozialwesen stellt große Anforderungen an qualifizierte Fachkräfte, die
wissen, wie mit der hohen Belastung umzugehen ist: Soft Skills wie Einfühlungsvermögen,
gefestigte Persönlichkeit, Reflexionsfähigkeit bezüglich
der individuellen Lebenslagen stellen im täglichen Umgang mit KlientInnen
eine selbstverständliche Voraussetzung dar. Zusätzlich lässt sich im Sozialwesen
eine zunehmende Nachfrage an Arbeitskräften mit ausgezeichneten
Kenntnissen beobachten – sowohl auf fachspezifischer als auch auf organisatorischer
und betrieblicher Ebene. Auch methodische, soziale und interkulturelle
Kompetenzen sind maßgebliche Anforderungen für eine Tätigkeit im
Sozialbereich.
Gute Arbeitsmarktperspektiven mit fundierter Ausbildung
Für akademisch ausgebildete Fachkräfte können die Job-Aussichten, besonders
in der Organisation und in Leitungspositionen, als sehr gut eingeschätzt
werden. Einen zunehmenden Stellenwert nehmen im Sozialbereich, wie auch
in anderen Branchen, spezialisierte Ausbildungen und die Bereitschaft zur
beruflichen Weiterbildung und Spezifikation ein: Nur eine intensive Aktualisierung
des Wissens – wie z.B. in Methodik und Technik oder im rechtlichen
Bereich sowie interdisziplinäres Wissen – garantiert den KlientInnen eine
professionelle Betreuung und den im Sozialwesen Tätigen ausgezeichnete
Beschäftigungschancen.


